Hallo ihr Lieben,
Der Monat Mai ist so schnell vergangen, und es ist so viel passiert. Leider kam ich auch nicht früher dazu, diesen Blogpost zu schreiben, und jetzt ist schon Mitte Juni.😱 Ich sitze hier gerade auf meiner 36 Stunden Busfahrt und schreibe euch jetzt diesen Blog. Zu dieser Busfahrt gibt’s dann im nächsten Blog mehr. Infos😅
Spoiler Alert: Es wird ganz, ganz viele Bilder geben!🫶📸
Alles hat mit einer großen Veränderung begonnen, denn ich habe mir die Haare machen lassen. Sieben Stunden lang saß ich im Friseursalon und ließ mir die Haare flechten, natürlich mit Extensions. Es hat überraschend wenig wehgetan, und auch im Alltag kam ich super damit klar. Ich habe mich sofort verliebt. 💕













Der Mai bestand aus vielen kleinen Alltagsglücklichkeiten. Jeder Tag war gefüllt mit schönen Momenten: Freunde treffen, mit meiner Mentorin kochen, den Markt besuchen und wunderbare Erfahrungen auf der Arbeit sammeln.
Ich kann immer noch nicht glauben, wie viel ich dort tun darf und wie sehr mich diese Arbeit bereichert. Der Alltag fühlt sich dadurch einfach wunderschön an. Morgens aufzuwachen und sich so sehr auf die Arbeit zu freuen, dass es keinen einzigen Tag gibt, an dem man nicht gerne aus dem Bett kommt, ist ein echtes Geschenk. Und abends gehe ich mit einem breiten Grinsen schlafen.












Da der Arzt, mit dem ich auch befreundet bin, leider weggezogen ist, merken wir im Alltag deutlich, dass jemand fehlt. Sein Fehlen ist überall spürbar, und für uns alle bedeutet das eine deutlich höhere Arbeitsbelastung. Für mich heißt das: noch mehr Aufgaben und gleichzeitig auch mehr Verantwortung.
Trotzdem macht mir die Arbeit nach wie vor unglaublich viel Spaß, und ich lerne jeden Tag unendlich viel dazu.
Irgendwann habe ich mir dann auch ein paar Urlaubstage genommen, um ein bisschen runterzukommen. Die letzten Wochen waren unglaublich intensiv. Wir haben jeden Tag weit über unsere regulären Arbeitszeiten hinaus gearbeitet und viele Nächte im OP-Saal verbracht. An manchen Tagen habe ich 16 bis 18 Stunden gearbeitet.
Natürlich hätte ich jederzeit nach Hause gehen dürfen, aber das hätte sich für mich einfach nicht richtig angefühlt. Und wenn ich die Möglichkeit bekomme, bei einer Operation dabei zu sein, kann ich einfach nicht Nein sagen. Gerade jetzt kann ich so unglaublich viel lernen, und ich weiß, dass ich eine solche Chance nicht so schnell wieder bekommen werde.
Gleichzeitig habe ich nach einigen Wochen gemerkt, wie anstrengend das alles eigentlich ist. Deshalb habe ich mir eine Woche Urlaub genommen und bin nach Mwanza gefahren, um meine Freundin Loana zu treffen. Wir haben in einem Hostel übernachtet und waren sooo glücklich darüber, dass es dort richtige Bettdecken gab, denn die gibt es hier normalerweise nicht.
Wir hatten total schöne Gespräche, und es tat gut, mal wieder mit einer Deutschen unterwegs zu sein. Außerdem haben wir einiges in Mwanza unternommen.
In einem Café haben wir außerdem einen Amerikaner kennengelernt, den wir abends zusammen mit seinem Freund noch einmal getroffen haben. Wir haben uns Henna-Tattoos gemalt und Billard gespielt.
Another day, another sidequest.😅












Nach drei Tagen in Mwanza ging es für mich weiter ins Katoke Seminar, wo ich zwei Nächte geblieben bin. Ich kam pünktlich zur Muttertagsfeier an, durfte wieder Englisch unterrichten, und es war einfach schön, alle wiederzusehen.
Das Seminar in Katoke ist inzwischen ebenfalls zu einem Zuhause für mich geworden. Einfach ein wunderbarer Ort.













Und am Dienstagabend ging es dann mit dem Bus von Katoke nach Kampala in Uganda. Wir hatten zwei nationale Feiertage in Tansania, und so konnte ich nach einem verlängerten Wochenende gleich anderthalb Wochen Urlaub machen.
Dort habe ich die Freiwillige Sharleen besucht, die ich im Seminar in Bagamoyo kennengelernt habe.
Die Busfahrt dauerte genau zwölf Stunden über Nacht und war super angenehm. Vom Bus-Conductor habe ich nachts sogar ein Kissen und eine Decke bekommen.😂 Irgendwie hatte die Fahrt etwas total Beruhigendes. Mitten in der Nacht zu fahren, aus dem Fenster zu schauen, zwischendurch an kleinen Busstationen anzuhalten, dann zu schlafen und in einem anderen Land aufzuwachen, war einfach ein besonderes Gefühl.



Wir haben etwa anderthalb Tage Kampala angeschaut, europäisches Essen gegessen und einfach die gemeinsame Zeit genossen. Danach ging es weitere fünf Stunden mit dem Bus nach Hoima zu Sharleens Einsatzstelle. Sie wohnt dort in einem Hotel und arbeitet in der Küche. Dort hat sie allerdings auch ihre eigene kleine Küche, in der wir abends super leckeres Sauerteigbrot gegessen haben. Neun Monate ohne richtiges Brot war das ehrlich gesagt ein echtes Highlight.😅
















Sharleen hat mir alle coolen Orte in Hoima gezeigt, inklusive des Nachtlebens, und sogar eine Gym-Session haben wir zusammen gemacht. Es war einfach schön, mit jemandem unterwegs zu sein, die das Leben als Freiwillige genauso versteht und ähnliche Erfahrungen macht.
Wir hatten unglaublich viele gute Gespräche und mussten gleichzeitig über die absurdesten Situationen lachen, die hier inzwischen irgendwie ganz normal geworden sind. Denn es gibt doch viele Überschneidungen zwischen Tansania und Uganda, besonders im Verhalten der Menschen😂


















Nach ein paar Tagen ging es für mich zurück nach Kampala und abends direkt wieder in den Bus nach Tansania. Obwohl die Reise nur relativ kurz war, hat sie sich irgendwie viel länger angefühlt, weil ich in dieser Zeit so viel erlebt habe.







Es war wirklich beeindruckend, noch ein weiteres Land sehen zu dürfen. Im Vergleich zu Tansania wirkt Uganda deutlich weiter entwickelt: besser ausgebaute Straßen, fast alle sprechen perfektes Englisch, es gibt viele westliche Läden auch in ländlicheren Regionen, und ich habe sehr viele weiße Menschen gesehen, was ich aus Tansania so gar nicht gewohnt bin.
Gleichzeitig hatte Uganda aber trotzdem eine ganz eigene Atmosphäre. Durch die vielen Busfahrten konnte ich in kurzer Zeit wirklich viel Schönes von Uganda, der „Perle Afrikas“, sehen.
Nach Uganda ging es für mich erst einmal wieder zurück in meinen Alltag. Ich habe den Bischof getroffen, einiges mit Freunden unternommen und viel gearbeitet.
Und mal wieder schreibe ich diesen Satz: Es macht mir einfach unglaublich viel Spaß. Ich durfte wieder so viele neue Dinge sehen und erleben. Jeder Tag bringt neue Erfahrungen mit sich, und genau das liebe ich gerade so sehr an meinem Leben hier.
Es war einfach toll.


Mitte Mai gab es für mich dann auch noch riesige Neuigkeiten. Ich hatte mich an der Semmelweis Universität in Budapest für ein Medizinstudium beworben. Und ich habe eine Zulassung bekommen und werde Anfang August nach Budapest umziehen, um dort mit dem Medizinstudium zu starten.
Ich habe mich so unglaublich darüber gefreut und bin schon total aufgeregt. Mittlerweile habe ich sogar eine WG gefunden und werde mit Benedikt und Mattis, beides Medizinstudenten, in einer Dreier-WG im Zentrum von Budapest zusammenwohnen.😍
Und Ende Mai kam dann noch Anika, meine Freundin aus Deutschland. Ich habe sie in Rusumo an der Grenze zu Ruanda abgeholt, und dann ging es erst einmal für ein paar Tage nach Rulenge.

Neben Essen im Barikiwa, Leute kennenlernen, dem Angels Home sowie dem Krankenhausbesuch waren wir auch noch bei dem Junggesellenabschied meiner Freundin. Es war total cool, weil Anika so sofort einen riesigen Einblick in das tansanische Leben bekommen hat.
Für mich war es ein riesiges Geschenk, denn sie hat sich von Anfang an auf alles eingelassen, ist überall mit hingegangen und hat alles ausprobiert, besonders beim Essen.










Nach ein paar Tagen in Rulenge ging es für uns mit dem Bus nach Mwanza. Mittlerweile kenne ich mich dort wirklich gut aus, sodass ich ihr in zwei Tagen echt viel zeigen konnte: von den Bismarck Rocks über hektische Märkte, einem Sonnenuntergang an einer Aussichtsplattform, Tempel und die Straßen allgemein.













Wir haben uns dort auch noch mit meinen Freunden getroffen, und Anika hat sich sogar ein Kleid schneidern lassen. An einem Nachmittag haben wir dann alle zusammen einen Ausflug an den See gemacht, das war wirklich total schön.











Und dann ging es für uns nach Sansibar. Früh morgens ging es los, und wir waren beide total aufgeregt, besonders ich, weil ich wusste, dass es noch einmal etwas ganz anderes werden würde als alles, was ich bisher von Tansania gesehen habe, und ich selbst noch nie dort gewesen war.



Unsere ersten zwei Tage haben wir in Zanzibar City, Stone Town, verbracht. Eine tolle Altstadt mit schönen Ecken. An einem Tag haben wir einen Bootsausflug zur Sandbank „Nakupenda Island“ und zur Prison Island gemacht. Das war ein unglaublich schöner Tag, an dem wir uns direkt in die wunderschöne Farbe des Wassers verliebt haben.
Dort habe ich mich außerdem in Seafood verliebt. Vorher hatte ich zwar schon Fleisch gegessen und ab und zu Fisch, aber der Fisch, der direkt aus dem Meer kam, war unfassbar lecker. Auch beim Night Food Market haben wir es uns gut gehen lassen.













































Anschließend ging es weiter nach Nungwi im Norden Sansibars. Dort haben wir erstmal am Strand gechillt und wirklich nichts getan, nur gelesen, zum Essen aufgestanden und ins Meer gehüpft. Das war entspannend und richtig schön. Da wir in der Nebensaison dort waren, war nicht viel los, allerdings hatten wir immer mal wieder Regenschauer, die zum Glück schnell wieder vorbeigezogen sind. Gleichzeitig war die Aufmerksamkeit der Verkäufer am Strand noch mehr auf uns gerichtet, das war teilweise auch echt anstrengend.
In Nungwi haben wir dann eine Schnorcheltour gemacht, bei der wir eine riesige Vielfalt an Fischen gesehen haben und sogar mit Delfinen schwimmen konnten. Das war ein echtes Highlight. Dort haben wir vier Norwegerinnen kennengelernt, die mit uns die Tour gemacht haben. Mit ihnen haben wir uns sofort super verstanden und sie am nächsten Tag noch einmal getroffen, um gemeinsam eine Meeresschildkrötenhöhle zu besuchen.


























Nach Nungwi ging es für uns weiter nach Jambiani. Dort haben wir meine Freundin Loana aus Mwanza getroffen und mit ihr zusammengewohnt. Jambiani liegt an der Ostküste und ist für Sansibar noch sehr lokal und nicht so überlaufen vom Tourismus, was ich persönlich total angenehm fand und wo ich mich sehr wohl gefühlt habe. Wir haben viel erkundet, ich habe mir meine Haare wieder machen lassen und wir haben einfach gechillt.




















Anschließend ging es zurück nach Stone Town und dann hieß es schon wieder: Bye-bye, Anika. Für sie ging es direkt mit dem Flieger zurück nach Deutschland, und für mich ging es mit der Fähre zurück aufs Festland nach Dar es Salaam.

Jetzt möchte ich noch ein paar persönliche Gedanken zu Sansibar mit euch teilen.
Sansibar ist ein wunderschöner Ort mit traumhafter Landschaft, aber die Zeit dort hat mich gleichzeitig sehr beschäftigt und zum Nachdenken gebracht.
Auf der einen Seite ist da dieses Paradies: türkisfarbenes Wasser, weiße Strände, warme Abende und Sonnenuntergänge, die fast unwirklich wirken. Genau das fotografiert man, genau das verbindet man mit Sansibar. Und da möchte ich mich gar nicht ausnehmen. Auch ich habe deutlich mehr Fotos vom Strand und vom Meer gemacht als von den anderen Seiten der Insel.
Denn es gibt auch eine andere Seite.
In den Wohngebieten vieler Einheimischer sieht man kaputte Straßen, einstürzende Dächer, verfallene Häuser und viel sichtbare Armut. Und nur wenige Meter weiter stehen luxuriöse Villen mit Pools, gepflegten Gärten, Security, sauberen Straßen und allem, was perfekt wirkt. Dieser Kontrast war ständig präsent und hat mich tief getroffen.
Besonders beschäftigt hat mich, dass in vielen dieser Häuser Menschen leben, die für längere Zeit auf Sansibar bleiben, beispielsweise zum Arbeiten. Oft sind es Menschen aus westlichen Ländern (Weiße), die dort ein sehr privilegiertes Leben führen. Während meiner Zeit habe ich dazu auch viele Social-Media-Inhalte gesehen. Dort wurde ganz selbstverständlich erzählt, man unterstütze die lokale Bevölkerung, indem man Menschen zum Kochen oder Putzen anstellt.
Oder Aussagen wie: „Hier ist alles so billig, ich habe meine Wäsche einfach einer Frau auf der Straße gegeben und sie hat sie für 500 Shilling gewaschen.“ Das sind ungefähr 12 Cent.
Natürlich bedeutet das Arbeit und Einkommen für die Menschen vor Ort. Trotzdem hat mich die Art, wie darüber gesprochen wird, nachdenklich gemacht. Oft hatte ich das Gefühl, dass die enorme Ungleichheit, die hinter solchen Situationen steckt, dabei völlig ausgeblendet wird.
Sansibar ist stark auf Tourismus ausgerichtet. Viele Menschen sprechen Englisch, sind an Tourist:innen, insbesondere an weiße Besucher:innen, gewöhnt, und vieles scheint auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten zu sein. Man wird ständig angesprochen, überall wird etwas verkauft, und selbst ruhige Momente am Strand sind selten wirklich ruhig.
Auch kulturelle Angebote wie Massai-Tänze am Strand haben mich beschäftigt. Natürlich gehören die Massai zur tansanischen Kultur. In diesem Kontext wirken solche Aufführungen für mich aber wie eine Inszenierung für Tourist:innen als wie gelebter Alltag. Bitte versteht mich nicht falsch: Ich weiß, warum Menschen das tun. Der Tourismus ist für viele die Lebensgrundlage. Trotzdem finde ich Aussagen schwierig wie: „Ich bin tief in die tansanische Kultur eingetaucht, weil ich zwei Wochen auf Sansibar war.“
Natürlich verstehe ich auch, warum Menschen genau dorthin reisen. Wer Urlaub macht, möchte weiße Strände und türkisblaues Wasser sehen und nicht unbedingt kleine Dörfer auf dem Festland besuchen. Und ganz ehrlich: Ich selbst bin ja aus genau diesem Grund nach Sansibar gefahren. Trotzdem glaube ich, dass man dabei nur einen sehr kleinen Ausschnitt des Landes kennenlernt und der Alltag der meisten Tansanier:innen ganz anders ist.
Ich möchte mich dabei überhaupt nicht besser darstellen. Auch ich habe auf Sansibar in Hostels geschlafen, Pizza und Sushi gegessen und mehr Fotos vom Strand gemacht als von den schwierigen Realitäten vor Ort. Gleichzeitig habe ich versucht, Touren möglichst direkt bei Menschen vor Ort zu buchen und nicht über große internationale Plattformen wie GetYourGuide oder andere westliche Anbieter. Die Menschen leben vom Tourismus, und deshalb war es mir wichtig, dass möglichst viel Geld auch tatsächlich bei ihnen ankommt.
Was mich aber am meisten beschäftigt hat, ist der Kontrast zu dem Tansania, das ich aus anderen Regionen, besonders aus Rulenge, kenne.
Diese Schere zwischen Arm und Reich war mir schon vorher aufgefallen. Zum Beispiel dann, wenn ich erlebt habe, dass sich manche Priester jeden Abend ein Drei-Gänge-Menü leisten können, während sich wenige Meter weiter fünf Kinder einen Teller Ugali mit Bohnen teilen müssen und trotzdem nicht satt werden. Solche Gegensätze haben mich schon früher beschäftigt.
Auf Sansibar ist mir diese Ungleichheit jedoch noch einmal viel deutlicher begegnet. Dort war sie überall sichtbar.
In den Vorbereitungsseminaren für den Freiwilligendienst wurden wir immer auf die Armut in Tansania vorbereitet. Das war wichtig und richtig, denn ich begegne ihr hier jeden Tag. Worauf ich jedoch nicht vorbereitet wurde, war der Reichtum. Oder vielleicht besser gesagt: auf diese Form von Reichtum, die direkt neben großer Armut existiert.
Und ehrlich gesagt hat mich genau das mehr schockiert als die Armut selbst.
Vielleicht haben mich diese Gedanken deshalb so beschäftigt, weil ich die letzten 10 Monate in einem ganz anderen Teil Tansanias gelebt habe. Nach zehn Tagen Sansibar war ich jedenfalls froh, wieder auf dem Festland zu sein. Nicht, weil mir die Insel nicht gefallen hätte, sondern weil mich all diese Eindrücke und Gedanken nicht losgelassen haben.
Ich weiß, dass diese Gedanken unterschiedlich aufgenommen werden können und dass manche die Situation vielleicht anders sehen. Aber genau diese Gedanken haben mich während meiner Zeit auf Sansibar begleitet. Und weil ihr wisst, wie wichtig mir Transparenz ist, wollte ich meine persönlichen Erfahrungen und Gedanken mit euch teilen.❤️
Wie es dann für mich alleine weiterging, erfahrt ihr im nächsten Blog, denn meine Reise geht weiter!
Ich hoffe es geht euch allen gut, bleibt gesund.
Alles Liebe❤️
Joana

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